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DIE ANTWORTEN

1. Sind Sie bereit, die Bedingungen für das österreichische Filmschaffen zu verbessern? Wie stellen Sie sich eine nachhaltige Verbesserung vor?

SPÖ
SPÖ:Die SPÖ erkennt und anerkennt die Bedeutung des Films in all seinenAusformungen vom Experimental- bis zum reinen Unterhaltungsfilm bzw. von derwissenschaftlichen Dokumentation zum politischen Dokumentarfilm sowie denständig neu entstehenden im weitesten Sinn zum Genre Film zu rechnenden Ausformungen in den neuen Medien. Im Gegensatz zu anderen Parteien hat sich die SPÖ auch immer zum Prinzip der staatlichen Filmförderung bekannt. Erfolg braucht Finanzierung und ein Blick durch Europa zeigt, wie wichtig eine konsequente staatliche Filmförderung für die Filmindustrie ist.

Unser Ziel ist es, den audiovisuellen Medien den kulturellen undwirtschaftlichen einen wesentlich höheren Stellenwert zu geben, und ihreBedeutung zu unterstreichen. Eine entsprechende Schwerpunktsetzung findetsich in unserem Wahlprogramm und wird von uns auch in künftigeRegierungsverhandlungen eingebracht.

Um den Erfolgen des österreichischen Films Rechnung zu tragen und denStellenwert der audiovisuellen Medien aufzuwerten, halten wir eine nachhaltige Aufstockung der Mittel des österreichischen Filminstituts für erforderlich. Bereits der von Bundesministerin Claudia Schmied vorgeschlagene Stufenplan hätte eine Aufstockung der Fördermittel für das österreichische Filminstitut auf 20 Mio. Euro bis zum Jahr 2010 vorgesehen.

Ein Maßnahmenpaket für den österreichischen Film muss aus unserer Sichtneben einem stärkeren finanziellen Engagement des Bundes die Schaffungsteuerlicher Anreize für Investitionen in Filmproduktionen umfassen sowie die Länder und den ORF als Partner miteinbeziehen. Das Beispiel Wiens, das für die kommenden zwei Jahre einen filmpolitischen Schwerpunkt beschlossenhat und das Filmbudget bis 2010 auf 16,5 Mio. Euro anheben wird, ist für unsbeispielgebend. Was den Fernsehfonds Austria betrifft, treten wir dafür ein,dass ab dem Jahr 2009 freiwerdende Mittel aus dem Digitalisierungsfonds fürdie Fernsehfilmproduktion umgewidmet werden.

ÖVP
ÖVP: Die Filmförderung des Bundes in Österreich steht auf mehreren Säulen mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen, deren Budget im Laufe der letzten Jahre Jahre sukzessive erhöht wurde: Das ÖFI, die Filmförderung in der Kunstsektion und der Fernsehfilmfonds in der RTR haben sich bewährt und konnten wichtige Impulse in den letzten Jahren setzen. Dazu kommen noch die Länderförderungen. Einen ganz wesentlichen Anteil an den Produktionsbudgets dieses Landes haben aber jene Mittel, die der ORF vergibt. Dieser ist in diesem Zusammenhang gefordert, seine Investitionen zu erhöhen. Gerade im Sinne einer aktiven Standortpolitik ist es ein vordringliches Anliegen der ÖVP, neue Möglichkeiten für Film- und Fernsehproduktion zu schaffen. In diesem Sinne war die Schaffung von Privatfernsehen ein ganz wesentlicher Schritt dazu, das allerdings in Österreich auf Grund der Dominanz des öffentlich-rechtlichen Fernsehens mehr Zeit für aktive Teilhabe braucht.

Grüne
GRÜNE: Selbstverständlich müssen die Bedingungen für das österreichische Filmschaffen verbessert werden. Trotz denkbar schlechter Ausgangssituation haben es einige österreichische Filmschaffende in den letzten Jahren geschafft, international für Furore zu sorgen. Eine nachhaltige Verbesserung der Situation ist vor allem über die Erhöhung der Fördermittel und über die effizientere Aufteilung der zur Verfügung stehenden Gelder (Stichwort Vertriebsförderung, Förderung von Programmkinos, Drehbuchstipendien etc.) zu erreichen.

FPÖ
FPÖ: Der österreichische Film verfügt über erstklassige Voraussetzungen. Wir haben hierzulande hervorragende Schauspieler, gute Autoren und ein enormes Kreativpotential. Es fehlt aber vor allem an den finanziellen Mitteln, lukrativen fiskalischen Rahmenbedingungen und einer verstärkten Unterstützung durch den öffentlichen Rundfunk, der über Zwangsgebühren in viel zu hohem Ausmaß wenig anspruchsvolle Produkte zukauft, die von jedem Kommerzsender via Satellit empfangen werden können.

BZÖ
BZÖ: Wir wollen den österreichischen Film maximal unterstützen, sind aber dagegen, dass der Film mittels Förderungen Teil der Parteipolitik wird.
Deswegen Fragen 1-7 als Antwort ein "Nein".

LIF
LIF: Die Österreichische Filmwirtschaft braucht deutlich mehr Mittel. Es müssen Bedingungen geschaffen werden, die einerseits die staatlichen Förderungen erhöhen, aber vor allem auch die private Förderung ermöglichen. Jeder in diesem Bereich investierte Euro kommt doppelt und dreifach zurück, über die Schaffung von Arbeitsplätzen, vor allem aber über die Verstärkung der Präsenz in der Öffentlichkeit im Weltkulturgeschehen. Dies bringt auch dem Kulturstandort Österreich einen wirtschaftlichen Vorteil, der ebenso wirksam ist wie Tourismuswerbung. Wir haben dies erst beim Film „Die Fälscher“ erlebt, Ähnliches geschieht mit den in der neuen James-Bond-Folge verwendeten Szenen aus Österreich und von der Tosca-Aufführung der Bregenzer Festspiele, die bereits vor der Premiere des Films eine verstärkte Nachfrage auf dieses Kulturereignis geschaffen haben.

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