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DIE ANTWORTEN

3. Sind Sie für die Einführung einer Contentabgabe (wie in Frankreich, BRD, Polen etc) ?

SPÖ
SPÖ:
Nein. Eine Contentabgabe ist zwar als mögliches Instrument geprüft worden, die Nachteile überwiegen aber bei Weitem:

* Eine Contentabgabe käme einer Besteuerung von Inhalten und Information gleich und würde den Zugang zu diesen noch stärker vom Einkommen abhängig machen.
* Sie würde weiters zu Lasten der Kreativwirtschaft sowie der IKT- und Medienbranche gehen. Das sind Bereiche die im Sinne stärkeren Wirtschaftswachstums Unterstützung und nicht neue Abgaben brauchen.

Wir erachten daher direkte Förderungen, etwa eine Aufstockung der Fernsehfilmförderung (aus Mitteln des Digitalisierungsfonds) oder die geplante Medienförderung, als weit zielführender.

ÖVP
ÖVP:
Die Einführung einer Contentabgabe halten wir nicht für das richtige Instrument zur Stärkung der Filmproduktion (erinnern wir uns noch, als der ORF nach der  Ankündigung einer Contentabgabe die Senkung seiner Produktionsvolumen in den Raum gestellt hat ...!). Wir wollen keine neuen Steuern und keine Steuer auf Content, gleichgültig, ob er aus Deutschland, Frankreich oder den USA kommt. Wir leben in einer mediatisierten Welt, in der der Austausch von Content an sich frei sein soll, wobei Lösungen (keine Insellösungen) im Urheberrecht zielgerichtet vorantreiben müssen. Die Contentabgabe würde wieder zulasten der österreichischen Medien- und Kreativunternehmen gehen und der Intention einer Medienförderung zuwiderlaufen!

Grüne
GRÜNE:
Content-Abgabe-Modelle gehen in die richtige Richtung, sind ab noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Stattdessen plädieren die Grünen dafür, Investitionen in die Filmwirtschaft steuerlich absetzbar zu machen. Dabei muss jedoch gewährleistet sein, dass jene Unternehmen, die auf diese Weise das österreichische Filmschaffen unterstützen, keinen Einfluss darauf haben, welcher Film mit ihrem Geld finanziert wird; dafür wäre beispielsweise eine Fonds-Lösung denkbar.

FPÖ
FPÖ:
Diese Maßnahme würde ich sehr begrüßen. Sie würde auch beim ORF ein Umdenken bewirken

BZÖ
BZÖ:
Wir wollen den österreichischen Film maximal unterstützen, sind aber dagegen, dass der Film mittels Förderungen Teil der Parteipolitik wird.
Deswegen Fragen 1-7 als Antwort ein "Nein".

LIF
LIF:
Ja, wenn diese Mittel zweckgebunden gewidmet sind

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