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DIE ANTWORTEN

4. Sind Sie für die Einführung eines Rabattmodells nach deutschem Vorbild (DFFF) mit einer Mindestausstattung von € 20 Mio?

SPÖ
SPÖ:
Nein, es gibt aus Deutschland noch keinerlei Erfahrungswerte. Wie bereits in Vorfragen beantwortet, legen wir den Schwerpunkt auf eine Aufstockung der Fernsehfilmförderung und die geplante Medienförderung.

ÖVP
ÖVP:
Das österreichische Modell des Fernsehfilmförderfonds hat sich für den Standort Österreich bewährt und sollte im Sinne einer Steigerung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit Österreichs als Film- und Medienstandort ausgebaut werden.

Grüne
GRÜNE:
Dieses per 1. 1. 2007 implementierte System ist wohl noch zu jung, um über seine Effizienz wirklich empirisch belegbare Aussagen zu treffen. Grundsätzlich besteht bei diesem Modell die Gefahr, dass Großproduktionen überdurchschnittlich viel Geld erhalten, kleine, innovative Projekte hingegen tendenziell zu wenig. Insofern scheint es zur Förderung des österreichischen Filmschaffens nicht das geeignete Instrument zu sein – allerdings warten wir gespannt auf die ersten deutschen Erfahrungsberichte mit diesem Modell.

FPÖ
FPÖ:
Die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen aus Deutschland könnten für Österreich mit Ausnahme des Mindesproduktionsbudgets direkt übernommen werden. Dieses wäre für Österreich niedriger anzusetzen.

BZÖ
BZÖ:
Wir wollen den österreichischen Film maximal unterstützen, sind aber dagegen, dass der Film mittels Förderungen Teil der Parteipolitik wird.
Deswegen Fragen 1-7 als Antwort ein "Nein".

LIF
LIF:
Ja, eindeutig, derzeit werden private Mittel kaum in den österreichischen Film investiert, da sie weder steuerlich entsprechend anerkannt werden noch die rechtlichen Förderungsbedingungen im Erfolgsfall es ermöglichen, dass dem privaten „Investor“ eine auch nur teilweise Rückzahlung angeboten wird. Das ist völlig unzeitgemäß. Dieses private Geld wäre vorhanden, diese Neuregelung würde die öffentliche Hand massiv entlasten und die Vorgangsweise erleichtern.

Neben der Content-Abgabe befürworte ich ein Steuermodell, wie es in Frankreich existiert, wo für jede Verwertung von audiovisuellen Inhalten – auch von Telekommunikationsunternehmen und Internet-Service-Providern – Steuern eingenommen werden. Ein Steueranreizmodell fördert Investitionen für die Produktion von Kinofilmen. Wenn wir uns die Produktion der französischen Filme und deren Prestige anschauen, so ist diese Vorbild und es gilt, alle Voraussetzungen zu schaffen, in diese Richtung zu gehen.

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