DIE ANTWORTEN
7. Wie allgemein bekannt und öffentlich heftig diskutiert, bestreitet der ORF sein Fernsehprogramm überwiegend mit Kaufprogramm. Sind Sie daher für die gesetzliche Verpflichtung des ORF, 25% seines Programmentgelts für österreichisches Filmschaffen (Film/Serie /Doku´s) zu reservieren?

SPÖ: Ein Maßnahmenpaket für den österreichischen Film muss aus unserer Sicht neben einem stärkeren finanziellen Engagement des Bundes die Schaffung steuerlicher Anreize für Investitionen in Filmproduktionen umfassen sowie die Länder und den ORF als Partner miteinbeziehen.

ÖVP: Maßnahmen der direkten Förderung aber ohne maßgebliche Teilhabe des größten Filmproduzenten in Österreich, nämlich des ORF, sind sehr problematisch zu sehen. Es ist Faktum, dass der ORF aufgrund des aufgestockten Anteils der Fernseh- und Filmförderung seinen Anteil an Investment in die Laufbilderproduktion in den letzten Jahren zurückfährt. Daher ist es im Sinne einer nachhaltigen gesamthaften Förderung des audiovisuellen Schaffens unabdingbar, dass der ORF seine Mittel für die Produktion österreichischer Inhalte massiv erhöht: In diesem Zusammenhang wären 20 % des Gesamtumsatzes des ORF ein unserer Meinung nach angemessener Betrag. Der ORF ist gefordert, seinem gesetzlichen Auftrag nachzukommen und in alle Formen der Contentproduktion (Dokus, Kurzfilme, Fernsehspiel, Fiction, Theater, Opernübertragungen ......) verstärkt zu investieren.

GRÜNE: Die Grünen wollen über die Erhöhung der Förderbudgets, deren effizientere Verteilung, durch die Setzung von Förderschwerpunkten, konsequente Nachwuchsförderung und durch das finanzielle Engagement der Privatwirtschaft die Rahmenbedingungen für das Filmschaffen in Österreich entscheidend verbessern. Es erscheint uns nicht zwingend notwendig, politisch in die Autonomie des ORF einzugreifen. Unabhängig davon müssen aber Maßnahmen überlegt werden, dem österreichischen Filmschaffen im Österreichischen Rundfunk einen höheren Stellenwert zu verschaffen – vor allem im Dokumentar- oder Kunstfilmbereich. Österreichische Filme müssen wieder Teil der österreichischen Rundfunk-Normalität werden.

FPÖ: Dazu ein eindeutiges und klares Ja. Wir werden das auch im Parlament beantragen.

BZÖ: Wir wollen den österreichischen Film maximal unterstützen, sind aber dagegen, dass der Film mittels Förderungen Teil der Parteipolitik wird.
Deswegen Fragen 1-7 als Antwort ein "Nein".

LIF: Ja. Eine richtiger Schritt wäre die Zweckbindung von ORF-Gebühren für die Produktion von österreichischen Filmen.
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